


Stv. Voritzender Haase trifft Parlamentarischen Staatssekretär Mücke
1.645 Aussteller zählte die diesjährige Expo Real, welche vom 4. bis 6. Oktober wieder in München stattfand. Unter ihnen auch die Bundesvereinigung Spitzenverbände der Immobilienwirtschaft (BSI), der auch der DDIV angehört.
Hochkarätige politische Redner konnten dabei am Stand begrüßt werden. Den Auftakt machte der Parlamentarische Staatsekretär Jan Mücke (FDP) vom Ministerium für Verkehr, Bau und Wohnungswesen (BMVBS). Dieser brachte deutlich zum Ausdruck, dass das nunmehr verabschiedete Energiekonzept der Bundesregierung zumindest in die richtige Richtung weist. Und in der Tat ist es wohl ein Verdienst des BMVBS und vor allem von Staatssekretär Mücke, dass die Warnungen der BSI zumindest teilweise erhört wurden, obwohl die konkrete Umsetzung immer noch nicht definiert wurde. Denn der vorgelegte Erst-Entwurf sah u.a. Zwangssanierungen vor und ein Absenken des CO2-Gebäudesanierungsprogrammes auf etwas mehr als 430 Millionen Euro. Zum Vergleich - im Jahr 2009 wurden 2,2 Milliarden Euro an Fördergeldern ausgereicht.
Vizepräsident Steffen Haase konnte in der Podiumsdiskussion deutlich herausstellen, dass trotz der Abmilderung des immer noch sehr ambitionierten Energiekonzeptes 2050, die Interessen und Probleme der WEG-Verwalter bisher nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Gegenüber den Medien nahm Vizepräsident Haase anschließend noch einmal umfassend Stellung. Der neue DDIV-Geschäftsführer Martin Kaßler verdeutlichte im Zwiegespräch mit Staatssekretär Mücke ebenfalls noch einmal die DDIV-Positionen zu diesem Thema, mit der Bereitschaft weiterhin mit dem BMVBS den eingeschlagenen Dialog fortzuführen.
Quasi aus der Verwalter-Seele sprach der bayerische Staatsminister des Inneren Joachim Herrmann (CSU), der die Berliner Koalitionsvorschläge zwar im Ganzen befürwortete, aber dennoch die Fragen nach der Finanzierung bzw. Förderung in den Raum stellte. Auch er begrüßte ausdrücklich, dass die Koalition die Pläne zur Zwangssanierung fallen ließ. Ebenso zugegen am Stand war der hessische Minister für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung, Dieter Posch (FDP) mit dem die Vertreter des BSI vertiefende Gespräche führen konnten. Auch der Wirtschaftsminister des Landes Baden-Württemberg Ernst Pfister (CDU) ließ es sich nicht nehmen, die Verleihung des DIA-Forschungspreises für die Immobilienwirtschaft vorzunehmen. Er betonte in seiner Ansprache u.a., dass die Förderprogramme des Bundes unbedingt erhalten bleiben sollten.
In zahlreichen weiteren Gesprächen konnten die DDIV-Vertreter, allen voran Präsident Wolfgang D. Heckeler, gemeinsam mit der BSI für die gewerbepolitischen Positionen der Immobilienbranche werben. Einig war man sich darin, dass die BSI mit ihrem Stand auf der Expo Real dazu eine willkommene Gelegenheit bot.